Migration, Integration und Medien
   

Deutschland

In den vergangenen Jahren hat sich der Medienwandel deutlich beschleunigt: Begünstigt durch technische Innovationen hat sich die Medienlandschaft sowohl erweitert (neue Online-Medien, Zunahme der Zahl der Anbieter z. B. im Fernsehen durch Satelliten-TV) als auch enorm aufgefächert: Die Zielgruppen, die von bestimmten Medienangeboten angesprochen werden, sind immer spezieller geworden. Parallel dazu hat sich die Einsicht durchgesetzt, dass die Bundesrepublik Deutschland faktisch zu einem Einwanderungsland geworden ist. (...)
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Kanada

Kanada ist - wie die USA - ein klassisches Einwanderungsland. Es hat die höchste Pro-Kopf-Einwanderungsrate der Welt, fast jeder fünfte Kanadier ist nicht in Kanada geboren. Bis in die 1970er Jahre kam die große Mehrheit der Immigranten aus Europa, in den letzten Jahrzehnten wanderten dagegen überwiegend so genannte "visible minorities" ein - vor allem aus Asien, insbesondere aus China und Indien, einige auch aus der Karibik, aus Mittelamerika und aus arabischen Ländern. Im bunten ethnischen Mosaik der kanadischen Gesellschaft des Jahres 2001 stellen die "sichtbaren Minderheiten" und die europäischen Minderheiten, die nicht den britischen und französischen Mehrheiten angehören, jeweils 13 Prozent der Bevölkerung. (...)
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USA

Wo in Deutschland in Bezug auf den medialen Beitrag zur Integration von Migranten und ethnischen Minderheiten der Gedanke an Qualitäten und Regulierungen der Medieninhalte im Vordergrund steht, verfolgt man in Nordamerika einen eher strukturellen Ansatz und setzt vor allem auf eine Förderung des Zugangs der ethnischen Minderheiten zu den Medien.
Diese "Diversity"-Politik lässt sich aus einem multikulturellen Selbstverständnis erklären, das sich bis in die Anfänge der US-Gesellschaft zurück verfolgen lässt. (...)
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