Migration, Integration und Medien
   

Das Projekt

Das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) im Rahmen des Forschungskollegs "Medienumbrüche" geförderte Projekt "Mediale Integration ethnischer Minderheiten" unter der gemeinsamen Leitung von Prof. Dr. Horst Pöttker (Institut für Journalistik, TU Dortmund) und Prof. Dr. Rainer Geißler (Soziologie, Universität Siegen) hat in seiner ersten Projektphase (2002-2005) vor allem den Forschungsstand zum Thema aufgearbeitet und dabei einige Defizite festgestellt. In der Bundesrepublik existieren zum Beispiel bisher kaum Untersuchungen darüber, inwieweit Zuwanderer selbst auf der Produzentenseite, also etwa als Journalisten, in den Medien der Mehrheitsgesellschaft aktiv sind.

In der laufenden zweiten Projektphase (2005-2009) steht der Vergleich mit den nordamerikanischen Einwanderungsländern im Vordergrund, wobei das Siegener Team Kanada untersucht, das Dortmunder die USA. Parallel laufen empirische Untersuchungen, zum Teil als Habilitations-, Promotions- bzw. Diplom-/B.A./M.A.-Vorhaben von Mitarbeitern, über:

  • minderheitenbezogene Inhalte deutscher Massenmedien und deren Wirkung
  • die Wirksamkeit inhaltlicher Regulierungsmaßnahmen am Beispiel
    des Diskriminierungsverbots des Deutschen Presserats
  • die Inhalte von (türkisch- und russischsprachigen) Minderheitenmedien
  • die Mediennutzungsmuster der Migranten
  • die Beteiligung von Minderheitenangehörigen an der Medienproduktion
  • das Selbstverständnis deutscher Medienmacher in Bezug auf die Integrationsproblematik
 

Aktuelles

  • Abgeschlossen: Empirische Studie zur Beteiligung von Journalisten
    mit Migrationshintergrund in deutschen Printmedien

    In einer bundesweit angelegten empirischen Studie wurde vom Projekt "Mediale Integration ethnischer Minderheiten" die Beteiligung von Journalisten und Journalistinnen mit Migrationshintergrund in den deutschen Tageszeitungen erfasst. Diese Erhebung wurde von Rainer Geißler, Kristina Enders und Verena Reuter jetzt abgeschlossen.
    Eine Rohfassung der Ergebnisse kann hier abgerufen werden.

    Ein ausführlicher Beitrag über die Studie erscheint im Februar 2009 im transcript-Verlag:

    Geißler, Rainer / Pöttker, Horst (Hrsg.):
    Massenmedien und die Integration ethnischer Minderheiten in Deutschland,
    Bd. 2: Forschungsbefunde, Bielefeld 2009.

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  • Neu erschienen: "Navigationen"
    Das aktuelle Heft aus der FK-Zeitschriftenreihe.
    Thema "Internet: Öffentlichkeit(en) im Umbruch".
    Zur Zeitschrift
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  • 30. Oktober 2008 - Heinrich-Böll-Stiftung, Berlin
    Medienvielfalt, anders: Junge Migrantinnen und Migranten in den Journalismus
    Journalistinnen und Journalisten mit Migrationshintergrund sind als Medienmacher in der deutschen Einwanderungsgesellschaft noch immer unterrepräsentiert. Woran liegt das, welche Hindernisse gibt es – in der Gesellschaft und im Bildungssystem, aber auch auf Seiten der Medien selbst? Was können Vorbilder für junge Migrantinnen und Migranten bewirken? Welche integrationspolitische Aufgabe haben Medien und Medienmacher in der Einwanderungsgesellschaft? Bekommt die Berichterstattung eine andere Qualität, wenn Migrantinnen und Migranten mit unterschiedlichen Erfahrungshintergründen berichten? Mit diesen Fragen beschäftigt sich die Veranstaltung „Medienvielfalt, anders“, mit der das gleichnamige Studienstipendienprogramm der Heinrich-Böll-Stiftung startet.
    Mit:
    Peter Unfried – die tageszeitung (taz)
    Ilona Marenbach – radiomultikulti, rbb
    Bernhard Graf von Schulenburg – Deutsche Welle
    Hans-Hermann Langguth – Agentur "Zum Goldenen Hirschen"
    Canan Top´cu – Frankfurter Rundschau
    Kien Nghi Ha – Freier Publizist und Politikwissenschaftler
    Prof. Dr. Horst Pöttker – Institut für Journalistik, Technische Universität Dortmund
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  • 29. Oktober 2008, 10.10-11.30 Uhr - Deutschlandfunk, Journal am Vormittag
    Mediale Parallelwelten oder Integrationsbeitrag?
    Wenn Einwanderer zu Medienmachern werden

    Gesprächsteilnehmer:
    Sineb El Masrar, Chefredakteurin des Multikulturellen Frauenmagazins "Gazelle"
    Prof. Dr. Horst Pöttker, Medienwissenschaftler an der TU Dortmund
    Tamer Ergün, Geschäftsführer von "Metropol FM"
    Shikiba Babori, Initiatorin des deutsch-afghanischen Nachrichtenportals "Kalima"
    Moderation: Bettina Köster
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    Pressestimmen

    • Rheinischer Merkur Nr.7 - 14. Februar 2008
      Wer war der Täter?
      Wann muss der Migrationshintergrund eines Verdächtigen erwähnt werden, und wann ist das eine unzulässige Diskriminierung? Nicht nur „Tatort“-Autoren wandeln auf einem schmalen Grat. Auch Journalisten.
      Von Ralf Siepmann
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    • Westfälische Rundschau, "Campus und Karriere" - 11. Februar 2008
      Das Bild ist schief: Migranten in Rundfunk und Zeitungen
      Dortmund/Siegen. Warum kommen Minderheiten in deutschen Medien so selten vor? Warum ist die Berichterstattung dann, wenn sie doch vorkommen, eher negativ? Und wie könnten Medien ein normaleres Bild von Einwanderern vermitteln?
      Von Brian Melican und Matthias Korfmann
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    • Focus Online - 8. Februar 2008
      "Es gibt keine Medienghettos"
      Haben türkische Medien zu aufgeregt über den Brand in Ludwigshafen berichtet? Welche Rollen spielen „Hürriyet“ & Co. in Deutschland? Ein Interview mit Medienexperte Rainer Geißler.
      Von FOCUS-Online-Autor Andreas Laux
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    • Medien Monitor - 31. Januar 2008
      Migration und Medien. Wann kehrt endlich Normalität ein?
      „Der Türke" verkauft Gemüse, während seine verschleierte Frau zu Hause Tee kocht: ein klischeehaftes Migrantenbild, das die Medien nicht selten vermitteln. Auf einer Fachkonferenz in Berlin haben Experten über Integration, Normalität und die Rolle der Medien diskutiert.
      Von Anis Micijevic
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    • Planet Wissen - 4. Mai 2007
      Kanada - ein Modell für Deutschland?
      Professor Dr. Rainer Geißler ist Soziologe an der Universität Siegen. Über Kanada hat er nicht nur geforscht, sondern er hat auch längere Zeit in Vancouver gelebt. Besonders interessiert ihn das Spannungsfeld von Migration und Integration - und die Frage: Kann der Multikulturalismus in Kanada ein Modell für Deutschland sein?
      Interview: Katrin Mock
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