Migration, Integration und Medien
   


Wir sind hier nicht in Seattle, Dirk

3. März 2009 von Harald Bader

Samy Deluxe hat sein Deutschlandlied geschrieben. “Dis wo ich herkomm” heißt es und ist als Single erschienen. Vielleicht etwas schräg, aber doch mit einer Aussage, die in ihrer Zerrissenheit belegt, dass der Sänger so deutsch ist, wie es die Verfechter national befreiter Zonen niemals sein können. Deluxe leidet an dem Land, das er liebt und ist damit in der seit 200 Jahren andauernden Debatte angekommen. Ich schrieb allerdings an dieser Stelle, dass man nicht jeden Trend mitmachen muss, auch nicht den melancholischen Patriotismus, das revolutionäre Pathos der Jugend (”Achtung tragen”, empfiehlt Schiller, keine Koketterie) oder Vergangenheitsbewältigung in Clipform. Auweia: Wenn die neuen Deutschen so neurotisch geworden sind wie die alten, haben sie sich assimiliert.